Aktuelles vom Mieterbund

DMB-Rechtsschutzversicherung für Mitglieder des Mietervereins

Seit erstem Juli können die Mitglieder des Mietervereins Darmstadt zusätzlich zu ihrer Mitgliedschaft eine Rechtsschutzversicherung abschließen.
Gegen eine entsprechende Erhöhung des Mitgliedsbeitrages besteht sowohl für langjährige Mitglieder wie auch für Neumitglieder nach der obligatorischen dreimonatigen Wartefrist eine Prozesskostenversicherung für Streitigkeiten mit dem Vermieter vor den Gerichten.

Um unseren Mitgliedern diesen Service erhöhter Sicherheit bei Bedarf zu ermöglichen, ist der Mieterverein Darmstadt der Rechtsschutzversicherung des Deutschen Mieterbundes beigetreten.
Der Rechtsschutz gilt für die selbst bewohnte Wohnung des Mitgliedes sowie für mit gemietete Garagen.
Wenn Sie Interesse an einer derartigen Zusatzleistung über den Mieterverein haben, wenden Sie sich gerne an die Geschäftsstelle, telefonisch unter 06151/49799-0 oder schriftlich unter info(at)mieterverein-darmstadt.de. Wir informieren Sie über alle Einzelfragen unseres Zusatzangebotes.

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Außenstelle Groß-Gerau bisher wenig genutzt

Seit Jahresbeginn unterhält der Mieterverein Darmstadt in Groß-Gerau eine Außenstelle, um den weniger mobilen Mitgliedern des Vereins unkompliziert die Möglichkeit zu einem persönlichen Beratungsgespräch zu bieten.

Die Sprechstunden finden im Stadthaus "Am Markt" immer 14-tägig Donnerstagnachmittags in der Zeit von 14 Uhr 45 bis 16 Uhr 30 statt. Beratungstermine vereinbaren Sie bitte wie üblich telefonisch über die Hauptgeschäftsstelle in Darmstadt, Telefon 06151/49799-0.

Erkundigen Sie sich bei Terminvereinbarungen nach der Sprechstunde in Groß-Gerau, falls diese für Sie günstiger gelegen ist.

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Ehemalige Postwohnungen werden von der Deutschen Annington geschluckt

1.400 Darmstädter Wohnungen für Postbedienstete waren 1998 von der ehemals gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, DAHEIM, später umbenannt in Wohnbau Rhein-Main an die Corpus Real Estate Investment aus Düsseldorf verkauft worden. Der Verkauf wirbelte seinerzeit viel Staub auf, war er doch einer der ersten nennenswerten Großverkäufe ehemals öffentlich geförderter Wohnungen an einen privaten Investor. Von Heuschrecken sprach damals noch niemand.

In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Viele Corpus-Mieter wissen ein Lied davon zu singen. Trotz erheblichen Aufwands und vieler Bestrebungen konnte die Corpus erwartungsgemäß letztlich nur einen Teil des Wohnungsbestandes privatisieren. Der weitaus größere Teil, durch erhebliche Instandsetzungsrückstaus belastet und in der Mehrzahl von älteren Mieter bewohnt, die bereits seit Jahrzehnten ihren Lebensmittelpunkt in der Wohnung führen, fand trotz vieler "kosmetischer" Sanierungen an den Gebäuden letztlich keine Käufer.

Aber Heuschrecken begnügen sich notfalls auch mit dem Rest der Ernte, wenn der Appetit nur groß genug ist.

Im April dieses Jahres wurde jetzt der gesamte restliche Wohnungsbestand der Corpus weit gehend unbeachtet von der Öffentlichkeit von der Deutschen Annington Südwest geschluckt. Die Deutsche Annington war bereits zuvor in nur fünf Jahren durch spektakuläre "Großeinkäufe" mit 240.000 Wohnungen zum größten deutschen Vermieter aufgestiegen.

Was die Mieter jetzt erwartet ist schwer zu sagen. Bislang machte die Annington mehr wegen des regelmäßigen Austauschs ihres Führungspersonals von sich reden. Was mit dem massenhaften Aufkauf gebrauchter Immobilien bezweckt wird, ist nach wie vor undurchsichtig. Offensichtlich halten deutsche Immobilien, was Spekulantenträume sich versprechen. In den Beratungsstellen der Mietervereine ist die Deutsche Annington bisher am häufigsten mit fehlerhaften Betriebskostenabrechnungen aufgefallen, die zum Teil frei erfundene Positionen enthielten. Mieter mit defekten Boilern, Fenstern, Heizungen etc. machten die Erfahrung, dass es vermutlich leichter sein dürfte, eine Audienz beim Papst zu erhalten, als eine Beseitigung ihrer Mängel durch den neuen Großvermieter.

Einen kleinen Erfolg hat der Mieterverein Darmstadt mit diesem neuen Wohnungsdeal in Darmstadt allerdings erringen können. Die ursprünglich im Kaufvertrag zwischen der DAHEIM und Corpus ausgehandelte Sozialregelung, wonach Mieter, die bereits 1998 das 60igste Lebensjahr vollendet hatten, lebenslänglichen Kündigungsschutz erhalten sollten, war zunächst nicht für alle Wohnungen im Kaufvertrag mit der Annington festgelegt worden. Nach Intervention durch den Mieterverein, der von einigen alarmierten Mietern um Unterstützung gebeten worden war, besserte die Corpus dies über eine Änderungsurkunde zum Kaufvertrag nach, so dass die Sozialvereinbarungen wiederum für alle betroffenen Mieter an die Annington weitergegeben wurden. Dies gilt beispielsweise auch für die Versicherung, dass keine Luxusmodernisierungen vorgenommen werden, die zu einer Mieterhöhung oberhalb der Mietspiegelmieten führen würden.

Aber diese Gefahr dürfte bei gleich bleibender Geschäftspolitik der Deutschen Annington eher gering sein.

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Terrorisierte Mieter setzen sich zur Wehr

Bessere Chancen für Stalking-Opfer

Seit dem 31.3.07 kennt das deutsche Strafgesetzbuch ein neues Delikt. In § 238 stellt es das so genannte Stalking unter Strafe.
"To stalk" bedeutet im Englischen soviel wie jagen, hetzen, verfolgen. Unter "Stalking" versteht man folgerichtig die fortgesetzte Verfolgung, Belästigung oder Bedrohung einer anderen Person gegen deren Willen.

Bisher konnten die Opfer sich nur über das so genannte Gewaltschutzgesetz zivilrechtlich gegen diese Art von Psychoterror wehren. Durch die Aufnahme in das Strafgesetzbuch und die Verfolgung durch die zuständigen Staatsanwaltschaften steigen jetzt die Chancen der Opfer, ihre Peiniger dingfest zu machen.

Mangelndes Selbstwertgefühl attestieren die Psychologen den meisten Stalkern. Konsequenterweise drangsalieren diese ihre Opfer auch meist anonym.
Diese Erfahrung musste auch das Ehepaar Z. aus Zwingenberg an der Bergstraße machen, das monatelang vom Sohn der Vermieterin anonym terrorisiert worden war.

Mit einer Kündigung begann, was schließlich vor der Staatsanwaltschaft Mannheim endete.
29 Jahre hatte das Ehepaar Z. das gemietete Haus und den 2.400 Quadratmeter großen Garten hingebungsvoll gepflegt und in ein kleines Schmuckstückchen verwandelt. Annähernd 40.000 Euro waren so im Laufe der Zeit in das gemietete Haus gesteckt worden, schätzen die Z.s heute. Von der investierten Freizeit nicht zu reden. Gedankt wurde es ihnen nicht.

Nachdem sie nach Jahrzehnten brav bezahlter Miete endlich notwendige Sanierungsmaßnahmen an dem mehr als 50 Jahre alten Haus bei der Vermieterin angemahnt hatten, folgte nach kurzer Auseinandersetzung zunächst eine Kündigung wegen angeblichen Zahlungsverzuges. Die Mieter setzten sich erfolgreich zur Wehr, es wurden durchsichtige Eigenbedarfswünsche für den Sohn, einem Zahnarzt, nachgeschoben. Klar war: die undankbaren Mieter sollten raus.

Bis dahin eine fast schon alltägliche Geschichte.

Noch während sich das Amtsgericht Bensheim mit dem angeblichen Eigenbedarf beschäftigte, brach für die Z`s.der Psychoterror über´s internet herein:
Die verblüfften Mieter wurden telefonisch mit Immobilieninseraten bombardiert, die sie gar nicht angefordert hatten, zunächst Anrufe aus einem Umkreis von 100 km, dann wurden ihnen deutsch-landweit Immobilien angeboten, schließlich kamen die Angebote aus den USA und aus Barbados. Für Villen, Hotels und Grundstücke hatten sich die Mieter angeblich im internet interessiert gezeigt, Telefonnummer hinterlassen und um Rückruf gebeten. Besonders perfide: immer morgens ab 5:00 Uhr oder abends nach 21:00 Uhr meldeten sich die Inserenten telefonisch, denn dies hatte der anonyme stalker so hinterlassen. Innerhalb von zwei Monaten wurden die Mieter circa 500 bis 600 Mal auf diesem Weg telefonisch belästigt.
Gleichzeitig wurden ihnen insgesamt 890 Umzugskartons ins Haus geliefert, als nächstes zwei Behindertenmobile samt Kleidung und Zubehör: Gesamtwert 5.000 €! Die GEZ meldete sich, weil die Mieter angeblich Rundfunkgeräte rückwirkend ab 1984, ein weiteres ab 1981 angemeldet hätten, umfangreiche Angebote für Malerarbeiten, im internet angeblich von den Z´s. ausgeschrieben, flatterten ins Haus, gefolgt von diversen gelieferten Sex-Artikeln, ebenfalls über´s internet bei Beate-Uhse-Versand bestellt.
Frau Z. konnte sich mit Mühe dagegen wehren, dass sie sich nicht für einen Job als Prospektverteilerin interessierte und auch bei ebay Schweiz sahen sich die Mieter unversehens als Kunden angemeldet.

Die dafür verantwortlichen Transaktionen gingen alle von einem bestimmten PC jeweils Mittwochvormittags, samstags und sonntagsmorgens aus. Sprechstundenfreie Zeit, sozusagen. Der dazu passende Zahnarzt konnte recht schnell von der Kripo ermittelt werden. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, Ärztin am Klinikum Heidelberg, wurde der Sohn der Vermieterin zur Staatsanwaltschaft Mannheim vorgeladen. Recht schnell legte er dort ein Geständnis ab, wohl um seine Lebenspartnerin, von deren Rechner die kriminellen Handlungen gestartet worden waren, vor einer Bestrafung zu schützen.

Die Staatsanwaltschaft belegte ihn wegen erwiesenen Stalkings mit einer Geldbuße von 2000 €. In der Zwischenzeit war die Eigenbedarfsklage der Mutter kurz und bündig vom Amtsgericht abgewiesen worden.

Mittlerweile befindet sich der Rechtsstreit um die Kündigung vor dem Landgericht Darmstadt. Der Psychoterror jedoch hat nach wie vor nicht aufgehört. Im Mai erhielt Herr Z. pünktlich zu seinem Geburtstag einen anonymen Gruß per Post: die Geburtstagskarte enthielt ein aufgerissenes Päckchen Rattengift.
Der Mieter hat erneut Anzeige gegen unbekannt erstattet.

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Jetzt tägliche Telefonsprechstunde von 12 bis 13 Uhr

Die Telefonservicezeiten unserer BeraterInnen haben sich geändert. Seit Januar stehen Ihnen für telefonische Kurzauskünfte unter der Nr.06151/49799-49 täglich von 12 bis 13 Uhr direkt die RÄinnen Dr. Seidenberg, Kamm, Lindscheid und Heilmann zur Verfügung.

Der Telefonberatungsservice ist nur für unsere Mitglieder gedacht. Halten Sie bitte Ihre Mitgliedsnummer bereit. Denken Sie bitte daran, dass sich nicht jeder Sachverhalt für eine telefonische Klärung eignet.
Die Durchwahlnummer ist nur für rechtliche Auskünfte not-wenig. Alle anderen Wünsche oder Fragen, z.B. vereinbaren von Beratungsterminen oder Terminabsagen usw erledigen Sie über unsere Geschäfts-stelle unter 06151/49799-0. Diesen Anschluss stellen wir von 9 bis 17 Uhr täglich zur Verfügung. Wenn unsere Leitungen überlastet sind, hinterlassen Sie Ihre Telefonnummer. Wir rufen Sie gerne zurück.

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Mitglied bleiben lohnt sich

Viele Mitglieder verlassen den Verein jedes Jahr mit dem Hinweis, man habe ihnen zwar hilfreich zur Seite gestanden, aber jetzt ziehe man ins Eigenheim um oder weg in eine andere Gegend und müsse deshalb den Verein leider verlassen.

Diese Entscheidung ist für uns natürlich immer wieder bedauerlich, denn dadurch wird die hohe Zahl von durchschnittlich 1.350 Neueintritten pro Jahr wieder aufgewogen.

Natürlich behalten wir auch gerne Mitglieder als Fördermitglieder, wenn der Umzug ins Eigenheim ansteht. Die Mieterzeitung wird von vielen Lesern gerne als Informationsquelle für mietrechtliche und wohnungspolitische Informationen benutzt. Und natürlich beantworten unsere BeraterInnen in solchen Fällen auch einmal eine Frage, die im Mietverhältnis der Tochter, des bekannten oder des Vaters aufgetaucht ist.

Eine andere Möglichkeit, die wir gerne anbieten, ist das Übertragen von Mitgliedschaften auf einen Haushalt Ihrer Wahl. Egal, ob Sie Ihren Kinder oder sonstigen Verwandten, den Nachbarn oder einem Bekannten etwas Gutes tun wollen. Sie könne gerne Ihre Mitgliedschaft statt sie zu kündigen auf einen anderen Mieter übertragen. Das neue Mitglied profitiert von Ihren Vergünstigungen, also zahlt z.B. den Beitrag, den Sie immer gezahlt haben und erspart sich die Aufnahmegebühr.

Auch wenn Sie Mieter bleiben, aber in eine andere Gegend oder Stadt ziehen, beraten wir Sie natürlich gerne telefonisch oder per E-mail weiter, wenn das für Sie praktikabel ist. Unsere Mitglieder verteilen sich mittlerweile fast über das ganze Bundesgebiet. Für uns kein Problem!

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Mieterverein online

Mitglieder des Vereins, die über einen internet-Zugang verfügen können künftig einen neuen Service in Anspruch nehmen:

Änderungen der Adresse, Telefonnummer, E-mail-Adresse, Namen usw. können online über unsere website an uns weiter gegeben werden. Unter "Online-Service" finden Sie ein Formular, das Sie für die online Weitergabe Ihrer Datenänderung an uns benutzen können.

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Mitgliederentwicklung

Eine erfreuliche Entwicklung hat das Geschäftsjahr 2006 für den Mitgliederbestand des Mietervereins Darmstadt erbracht. Um insgesamt 200 Mitglieder ist der Verein im abgelaufenen Geschäftsjahr angewachsen auf insgesamt 12.274 Mitglieder. Eine beruhigende Entwicklung für die Verantwortlichen des Vereins, nachdem sich in den Jahren 2002 bis 2004 doch eine deutliche Abwärtsbewegung in der Vereins Entwicklung abzeichnete.

Besonders erfreulich war dabei, dass der Zulauf zu unserem Verein ungebrochen ist. Mit 1.411 Neuaufnahmen konnte in der Mitgliederversammlungen eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. 814 Mitglieder haben den Verein zum Jahresende durch reguläre Kündigung verlassen. 399 Mitgliedschaften wurden während des laufenden Geschäftsjahres gelöscht, weil Mitglieder verstorben waren, zu anderen Mietervereinen umgemeldet wurden, oder Zahlungsunfähigkeit eingetreten war.

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Beratungen

Die BeraterInnen des Mietervereins mussten mit knapp 12.000 Beratungen im letzten Jahr so viele Ratsuchende mit Informationen versorgen und/oder mit Rechtsvertretungen unterstützen, wie in der Vereinsgeschichte nie zuvor. Bei gleich bleibender personeller Besetzung war dies nur durch einen deutlich ausgebautes die Serviceangebot für Beratungen per Telefon oder E-Mail zu leisten. Ein Trend, der in der Gesellschaft insgesamt rasant fortschreitet und dem sich auch die BeraterInnen des Mietervereins nicht verschließen können. Selbstverständlich wird das persönliche Gespräch in der Hauptgeschäftsstelle wie den fünf Außenstellen auch weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit stehen. Diese klassische Beratungstätigkeit soll jedoch verstärkt ergänzt werden durch die Möglichkeit, den Kontakt auch telefonisch oder per E-Mail zu den BeraterInnen zu halten. Für viele, vor allem berufstätige Vereinsmitglieder, eine deutliche Entlastung.

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Die Hitliste der häufigsten Beratungsgründe

Seit 10 Jahren sind die Gründe, weshalb sich Rat-suchende an die Rechtsberatungsstelle des Vereins wenden in ihrer Häufigkeit vergleichbar.

Die Beratungsgespräche zu den Betriebskosten (39%) und zu Mängeln der Wohnung (27%) stellen mit weitem Abstand bereits seit vielen Jahren die größten Schwierigkeiten für Mieterverein organisierten Mieter.

Mit weitem Abstand hierzu bewegen sich, sozusagen im Mittelfeld, die Beratungen wegen nicht zurückgezahlter Kautionen (8%), Problemen um Kündigungen von Mietern (8%), Probleme mit der Renovierung der Wohnung (6%) sowie mit je 5% vertreten die Fragen, die sich um Kündigungen des Vermieters und um Mieterhöhungen ranken.

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Ein Preisrätsel für Darmstadt-Kenner

Ein Preisrätsel der ganz anderen Art möchten wir für Sie heute zum Knobeln repräsentieren.
Wir erzählen Ihnen eine kurze Geschichte aus dem umfangreichen Beratungsfundus unserer Rechtsberatungsstelle. Sie erraten, um welchen Darmstädter Großvermieter es sich handelt.

Was bisher geschah:
Elfriede und Heinrich M., seit vielen Jahren Mieter ei-ner Wohnung von Großvermieter V., stellen nach Dachsanierungsarbeiten bestürzt fest: Es regnet in ihre Wohnung.
Alarmiert ruft Frau M. bei V. an und erreicht auch tatsächlich nach 32 Anruf-Versuchen Sachbearbeiter S. Es entwickelt sich folgender Dialog:
M.: "Seit den Modernisierungsarbeiten auf dem Dach regnet es in unsere Wohnung rein."
S.: "Ich kann's net mehr hören."
M.: "Aber es regnet doch in unsere Wohnung rein. Alles wird nass."
S.: "Dann sein Sie mal froh, dass wir so einen milden Winter haben und es nicht rein schneit!"

Unsere Preisfrage an Sie:
Um welchen Darmstädter Vermieter kann es sich wohl gehandelt haben?

Einsendeschluss: 15. Mai 2007
Die 3 schnellsten Einsender, die richtig geraten haben erhalten je ein Mieterlexikon,
die Plätze 4 bis 6 erhalten einen Gutschein für ein Schreiben in der Beratung und
die Plätze 7 bis 10 er-halten (immerhin noch) eine DMB-Broschüre.

Besonders unterhaltsame Begründungen, warum es sich nur um diesen einen Großvermieter handeln kann, werden in der nächsten Mieterzeitung veröffentlicht und erhalten eine Kreativprämie.

Der Rechtsweg - jedenfalls für unser Rätsel - ist ausgeschlossen. Ansonsten helfen wir natürlich gerne bei allen Mietrechtsproblemen weiter.

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Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung am 24.2.2007 um 15 Uhr im Großen Saal des Justus-Liebig-Hauses in Darmstadt (Eingang Stadtbücherei).

Wie in jedem Jahr lädt der Vorstand des Mietervereins Darmstadt am letzten Februarsamstag traditionell alle Mitglieder des Vereins sowie interessierte Gäste zu seiner Jahreshauptversammlung ein.
Wie alle Institutionen, die sich auch künftig im sozialen Bereich engagieren wollen stellt sich die Frage, wie es mit der Arbeit der Mietervereine weitergehen wird. Welchen Anforderungen der modernen Zeit müssen sie sich stellen, welchen Ansprüchen wollen sie bewusst entgegentreten.

Zu diesem Thema wird der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Dr. Franz-Georg Rips, für die Mitglieder einen Vortrag halten mit dem Titel

"Die Mieterbewegung als Teil der Zivilgesellschaft"

Er wird uns die Zusammenhänge zwischen einer sozialen Organisation, wie dem Deutschen Mieterbund, und den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in unserem Land aufzeigen. Gerne werden wir im Anschluss daran mit Ihnen Ihre Vorstellung von der künftigen Arbeit und Positionierung Ihres Mietervereins diskutieren.

Wir hoffen auf rege Teilnahme unserer Mitglieder und freuen uns auf den Besuch interessierter Gäste. Wie immer laden wir Sie in der Kaffeepause gerne zu Kaffee und Kuchen ein.

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Tagesordnung der Mitgliederversammlung

Beginn 15 Uhr
1. Begrüßung durch die Vorsitzenden
2. Vortrag: "Die Mieterbewegung als Teil der Zivilgesellschaft" von Dr. Franz-Georg Rips mit anschließender Diskussionsrunde
- Kaffeepause -
3. Geschäfts- und Kassenbericht
4. Bericht der Kassenprüfer
5. Gründung einer Stiftung
6. Satzungsänderung
7. Anträge und Aussprache
Ende gegen 17:30 Uhr

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Satzungsänderungen

Der Vorstand des Mieterver-eins Darmstadt bittet die Mitgliederversammlung zur Zustimmung zur Änderung der Satzung in folgenden Paragraphen:

In § 3 der Satzung soll die optisch hervorgehobene Regelung ergänzt werden:

§ 3 Mitgliedschaft
Jede natürliche Person kann Mitglied des Vereins werden. Die Mitglieder leisten einen jährlichen Mitgliedsbeitrag. Der Aufnahmeantrag muss schriftlich auf den Vordrucken des Vereins eingereicht werden. Mit der Unterschrift auf dieser Beitrittserklärung erkennt das Mitglied die Satzung des Vereins als bindend an. Juristische Personen, Körperschaften und sonstige Personenvereinigungen können die Mitgliedschaft wie eine natürliche Person erwerben. Sondermitgliedschaften sind zulässig. Die Rechte der Sondermitglieder regelt eine vom Vorstand zu erstellende Geschäftsordnung. Sondermitgliedschaften sind stimmrechtslos. Der Gesamtvorstand kann durch eine Geschäftsordnung bestimmen, in welcher Form diese Mitglieder die Dienste des Vereins in Anspruch nehmen können."

Die Änderung in § 4 soll aus Gründen der Rechtsicherheit verdeutlichen, dass Kündigungen der Mitgliedschaft nur schriftlich mit der Unterschrift des Mitgliedes versehen, gültig sind. Deshalb soll der optisch hervorgehobene Satz ergänzt werden:

§ 4 Ende der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft kann wie folgt enden:
"durch schriftliche Kündigung des Mitglieds. Die Kündigung muss eigenhändig durch Namensunterschrift unterzeichnet werden. Eine tele kommunikative Übermittlung über Telefax oder E-Mail ist nicht ausreichend. Diese muss bis spätestens 30. September dem Vorstand zugehen und ist zum 31. Dezember des gleichen Jahres wirksam. Die Beitragspflicht beträgt 24 Monate. ... "

Der Mieterverein Darmstadt wird seinen Mitgliedern künftig auf Wunsch den Abschluss einer Mietrechtsschutzversicherung anbieten. Im Zuge dieser Möglichkeit soll in § 5 der folgende Passus ergänzt werden:

§ 5 Mitgliedsbeiträge
Wird der Beitrag nicht termingerecht bezahlt, ruhen die Mitgliedsrechte, insbesondere hat das Mitglied keinen Anspruch auf Beratung, Vertretung und Leistungen einer etwaigen Rechtsschutzversicherung."

Wir bitten die Mitgliederversammlung zur Zustimmung zu diesen klarstellenden Satzungsänderungen. Die derzeit aktuelle Satzung des Vereins finden Sie unter www.mieterverein-darmstadt.de als download. Wir schicken Ihnen auch gerne eine komplette Satzung zu. Rufen Sie uns an, Tel 06151/49799-0.

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Geänderte Telefonberatungszeiten

Der Trend der Zeit geht zu Telefon und E-Mail. Das gilt auch für den Rechtsberatungsservice des Mietervereins. Auch wenn Rechtsberatungen über das Telefon immer bestimmte Unsicherheiten in sich bergen und vor allem viele Fragen ohne Blick in den Mietvertrag oder sonstige Unterlagen von unseren Rechtsberatern gar nicht beantwortet werden können, gibt es bei vielen Mitgliedern dennoch das deutlich gewachsene Bedürfnis, Ihre Fragen zunächst telefonisch an die Rechtsberater richten zu kön-nen.

Wir wollen uns diesem Trend bei allen Bedenken nicht verschließen und werden uns im Jahr 2007 in verstärktem Maß dem Ausbau unserer Telefon-Hotline widmen. Da uns natürlich nur beschränkte personelle Kapazitäten zur Verfügung stehen wird dies auch künftig nur in bestimmten zeitlichen Grenzen möglich sein. Haben Sie bitte hierfür Verständnis. Wir verstehen das Jahr auch als Experimentierphase wie wir Ihren Wünschen mit unseren vorhandenen Kapazitäten am Weitesten entgegenkommen können. Also bleiben Sie uns gewogen und geben Sie uns die Möglichkeit verschiedene Modelle auszuprobieren, die für Sie und uns am Vernünftigsten sind. Und halten Sie durchaus nicht mit Verbesserungsvorschlägen hinter dem Berg. Wir versuchen jede konstruktive Kritik aufzunehmen und umzusetzen.

Ab Januar 2007 sind unsere Telefone wie folgt besetzt:
Die Zentrale unserer Geschäftsstelle steht Ihnen grundsätzlich für alle Fragen:
montags-donnerstags 8-17 Uhr,
freitags 8-13 Uhr
unter 06151/49799-0 zur Verfügung.

Sind alle Leitungen besetzt können Sie künftig auch eine Nachricht hinterlassen.

Die Telefonsprechstunden unserer BeraterInnen:
montags - freitags 12-13 Uhr unter 06151/49799-49.

Auf 4 Leitungen erreichen Sie gleichzeitig unsere angestellten BeraterInnen RÄin Dr. Seidenberg, RÄin Kamm, RÄin Lindscheid, RÄin Heilmann.

Gerne beantworten wir Ihre Rechtsfragen auch per E-Mail, sofern sich das vernünftig erledigen lässt. Probieren Sie es aus unter info(at)mieterverein-darmstadt.de. Wir melden uns zeitnah zurück.

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Neue Außenstelle in Groß-Gerau

Endlich hat es geklappt mit der Außenstelle Groß-Gerau:
Seit Dezember ist der Mieterverein Darmstadt 14-tägig donnerstags zur Beratung vor Ort im Stadthaus Am Markt.
Termine vereinbaren Sie bitte über unsere Hauptgeschäftsstelle, Tel: 06151/49799-0

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DaMit - Darmstädter Mieterstiftung soll soziale Notlagen lindern helfen

Die Zahl der Mieter, die noch nicht einmal den Beitrag für den Mieterverein erübrigen können, nimmt zu. Und so fühlen sich viele zusätzlich zur eigenen wirtschaftlichen Misere noch hilflos den Forderungen ihres Vermieters oder der Sozialträger ausgeliefert. Allzu oft wird gezahlt oder geschwiegen aus Angst vor dem Verlust der Wohnung. Was tun?
Sollen die Mietervereine in die Bresche springen und alle in Notlagen befindlichen Mieter mit Rat und Tat unterstützen, um den sozialen Anspruch zu erfüllen, den sich unser Staat aus Kostengründen schon längst erspart? Soll abgewiesen werden mit seinem Anliegen, wer den ohnehin geringen Mitgliedsbeitrag nicht aufzubringen kann oder will?

Die Antwort kann und will sich der Vorstand Mietervereins nicht einfach machen.

Die rückhaltlose Unterstützung vieler Bedürftiger würde den Mieterverein mit seinem solidarischen Finanzierungsprinzip schnell in wirtschaftliche Bedrängnis bringen. Umso schneller auch deshalb, weil zu viele neu eintretende Mitglieder die schnelle und kompetente Hilfe der Beratung zu günstigen Preisen zwar gerne und oft in Anspruch nehmen, die Solidarität dann aber recht schnell nachlässt, wenn das eigene Problem gelöst ist.
Dennoch muss etwas getan werden, um sich nicht aus der sozialen Verantwortung zu schleichen.

Ein Versuch, den Weg aus der schwierigen Situation zu finden, soll deshalb in der Gründung einer mietervereinsnahen Stiftung zugunsten von Mietern in hilflosen Situationen sein.
Die Veränderungen des Stiftungsrechts haben in den letzten Jahren private Stiftungen wie Pilze im Herbstwald aus dem Boden schießen lassen. Mietervereine sind leider nicht als gemeinnützig anerkannt, sondern müssen sogar Umsatzsteuer auf die Mitgliedsbeiträge entrichten. Spenden können deshalb nicht steuerbegünstigt abgesetzt werden, es lassen sich entsprechend selten potentielle Gönner finden.
Um diesem Dilemma zu entgehen hat sich der Mieterverein Darmstadt jetzt vorgenommen, die "Darmstädter Mieterstiftung - DaMit" ins Leben zu rufen. Sie könnte künftig Aufgaben übernehmen, die vom normalen Geschäftsbetrieb des Mietervereins nicht übernommen werden können: Unterstützung notleidender Mieter durch Beratung, Hilfe bei Wohnungsräumungen, Verhandlungen mit Sozialträgern, Einsatz von Mitarbeitern vor Ort etc.. Gleichzeitig könnte eine derartige gemeinnützige Stiftung zugunsten unterstützungswürdiger Mieter eingehende Spenden entsprechend steuerbegünstigend für die Spender quittieren oder auch von Strafgerichten oder Staatsanwaltschaften verhängte Bußgelder für die Unterstützung notleidender Mieter erhalten. Es müssen ja nicht gleich die 3,4 Mio Euro von Herrn Ackermann sein.

Es gibt also viele gute Gründe eine derartige Stiftung ins Leben zu rufen und vielleicht ist das eine oder andere ehemalige Mitglied aus Verbundenheit auch noch nach dem Erwerb eines Eigenheims oder dem Wegzug in eine andere Gegend zu einer Spende für notleidende Mieter bereit, wenn diese obendrein seine eigene Steuerlast verringert.

Über die Gründung einer derartigen Stiftung möchte der Vorstand die Mitgliederversammlung entscheiden lassen. Selbstverständlich ist nicht daran gedacht die einzelnen Mitglieder unseres Vereins mit Spenden für die Stiftung belasten. An den Mitgliedsbeiträgen wird sich überhaupt nichts ändern! Die Mitglieder sollen lediglich mit entscheiden, ob dies ein Weg sein kann, über den auch Unterstützung durch Beratung oder Unterstützung vor Ort für Mieter geleistet werden kann, die hilflos sind.

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