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Wohnung zu klein - Mieter darf Miete kürzen

BGH VIII ZR 209/10

www.bundesgerichtshof.de

Der Bundesgerichtshof hat in seiner erneuten Entscheidung zur Wohnflächenabweichung klar gestellt, dass auch ein Mieter einer möblierten Wohnung die Miete entsprechend kürzen kann, wenn die Wohnung mehr als zehn Prozent kleiner ist, als im Mietvertrag angegeben.

Für seine möbliert angemietete Wohnung von 50 Quadratmeter laut Mietvertrag zahlte der Mieter 600,00 € monatlich. Tatsächlich war die Wohnung jedoch nur 44,3 Quadratmeter groß. Der Mieter kürzte aufgrund der 11,5 prozentigen Flächenabweichung die Miete um 11,5 Prozent monatlich. Das war nach Ansicht des Vermieters und der Vorinstanz (Landgericht Berlin Az: 65 S 28/10) zuviel, da der Umfang der Minderung nicht dem Umfang der Flächenabweichung entspreche. Da die Wohnung möbliert vermietet worden sei, wäre die Nutzungsmöglichkeit für den Mieter nicht so erhebliche beeinträchtigt, wie in einer leeren Wohnung. Die Miete dürfe daher nur um 5,8 Prozent gemindert werden.

Der BGH gab jedoch dieser Ansicht der Vorinstanz keine Chance. Bei einer Flächenabweichung von mehr als zehn Prozent ist der Mieter auch bei einer möblierten Wohnung zu einer entsprechenden Mietminderung berechtigt.