Aktuelles vom Mieterbund

Viele Mieterhaushalte durch Wohnkosten überlastet

Durchschnittlich mussten Haushalte im Jahr 2021 für die Wohnkosten 23,3 Prozent ihres verfügbaren Einkommens aufbringen, so das Statistische Bundesamt. Geben die Menschen mehr als 30 Prozent ihres verfügbaren Haushaltsnettoeinkommens für die Wohnkosten aus, gelten sie als überlastet, ab 40 Prozent werden kritische Zustände erreicht. Im Jahr 2021 mussten 12,8 Prozent der Mieterhaushalte mehr als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens für das Wohnen ausgeben. Das nach Einkommen unterste Fünftel aller Mieterhaushalte gab im Jahr 2021 demnach durchschnittlich 42,6 Prozent des verfügbaren Einkommens für Wohnkosten aus.

Auswirkung der aktuellen Preissteigerung auf die Energiekosten

Weder Eigentümer:innen noch Mieter:innen in Deutschland können derzeit abschätzen, wie hoch die zusätzlichen Kosten in den bevorstehenden Heizperioden für sie ausfallen werden. Weil der Energieverbrauch maßgeblich von der gewählten Raumlufttemperatur, dem Lüftungsverhalten und vom energetischen Zustand der Gebäudehülle bestimmt wird, hat das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München die Energieverbrauchskennwerte für verschiede Baualtersklassen aufgeschlüsselt und mit den zu erwartenden Kosten hinterlegt. Betrug der durchschnittliche Gaspreis im Jahr 2021 noch bei ca. 6,5 Ct/kWh, liegt dieser heute in der Größenordnung von ca. 25 Ct/kWh. Bewohner einer 90 m² großen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus der Endenergieeffizienzklasse F, G oder gar H müssten damit rechnen, dass ihre Wärmekosten in diesem Jahr um bis zu 3.375 Euro auf rund 5.625 Euro steigen.