• Wohnungspolitik

Kürzungen beim Wohngeld

Vor einigen Wochen ist bekannt geworden, dass das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im nächsten Haushaltsjahr 1 Milliarde Euro beim Wohngeld sparen will. Im Interview mit der Rheinischen Post nannte Bauministerin Verena Hubertz die geplanten Einsparungen beim Wohngeld als „schmerzhaft“, aber notwendig. Unter Bezugnahme auf die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion berichtete diese Woche das Redaktionsnetzwerk Deutschland, die konkreten Auswirkungen der erforderlichen Einsparungen beim Wohngeld werden derzeit ermittelt. 

Gemeinsam mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) hat der DMB vor geplanten Kürzungen beim Wohngeld gewarnt. Aus Sicht der Verbände treffen die Einsparungen gerade die Haushalte, die am stärksten auf Unterstützung angewiesen sind, und vergrößern die Wohnungsnot in Deutschland. Beide Verbände fordern den Haushaltsausschuss auf, den Wohngeld-Etat nicht zu kürzen.
„Eine Kürzung des Wohngeldes wäre in Zeiten explodierender Mieten und steigender Wohnkostenbelastung  ein sozialpolitischer Rückschritt und ein falsches Signal, da bereits heute Millionen Mieterhaushalte durch die hohen Wohnkosten finanziell überlastet sind", erklärte DMB-Präsidentin Dr. Melanie Weber-Moritz. „Kürzungen beim Wohngeld erhöhen das Risiko des Wohnungsverlustes und erweisen sich im Ernstfall als finanzieller Trugschluss: Was der Bund einspart, verlagert sich auf die Kommunen, die für die kostenintensivere Notunterbringung aufkommen müssen und vielerorts bereits überlastet sind", ergänzte Sabine Bösing, Geschäftsführerin der BAG W.

Kind sitzt am Tisch, leerer Geldbeutel liegt auf dem Tisch

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