• Mietpreise, Wohnungspolitik

Mietenwahnsinn bremsen

Eine Aufforderung an die Stadt Darmstadt

Die Mieten steigen immer schneller und stellen für immer mehr Darmstädterinnen und Darmstädter eine große Belastung dar, die für manche von ihnen kaum noch tragbar ist.

Dieser Entwicklung im Rahmen ihrer Möglichkeiten entgegenzuwirken, ist deshalb eine wichtige Aufgabe der Stadt Darmstadt. Mit dem wohnungspolitischen Konzept wurde diese Aufgabe im Jahr 2019 angegangen.

Darin wurde unter anderem beschlossen, Mieterhöhungen nach dem Mietspiegel durch die Bauverein AG auf 1 Prozent zu deckeln. Diese Regelung läuft zum 31.12.2024 aus. Sie gilt nur für Mieterinnen und Mieter mit sogenannten mittleren Einkommen, deren Grenze für einen Einpersonenhaushalt bei einem bereinigten Jahresbetrag von 21.799 € liegt.

Auch Normalverdiener werden angesichts der überdurchschnittlichen Mietspiegelwerte in Darmstadt durch Mieterhöhungen auf die ortsübliche Vergleichsmiete unverhältnismäßig und oft untragbar stark belastet. Aufgrund absurd hoher Neuvermietungsmieten haben sie keine Chance, ihre Wohnkosten zum Beispiel durch einen Umzug in eine kleinere Wohnung zu senken. Aufgabe der Bauverein AG muss es gerade in dieser Lage sein, bezahlbare Wohnungen für alle zu erhalten und dem Mietspiegel keinen weiteren Auftrieb zu geben.

Außerdem wurde im wohnungspolitischen Konzept festgelegt, die gesetzlich zulässige Modernisierungsumlage in Höhe von 8 % der Modernisierungskosten bei der Bauverein AG auf 6 % zu verringern. Diese Regelung ist bereits zum 31.12.2022 ausgelaufen und sollte anschließend evaluiert werden.

Modernisierungen sind mittlerweile so teuer geworden, dass die Umlage von 8 % der Kosten zu Mieterhöhungen um 4,52 € pro Quadratmeter führen würde, wie die Bauverein AG betroffenen Mietern in aktuellen Modernisierungsankündigungen mitteilt.

Der Mieterbund Darmstadt Region Südhessen e.V. hat die Wohnungsdezernentin Barbara Akdeniz deshalb angeschrieben und die Stadt aufgefordert,

  • die gesetzlich mögliche Modernisierungsumlage in Höhe von 8 % durch die Bauverein AG weiterhin zu verringern und zwar auf maximal 1,00 € pro Quadratmeter Wohnfläche monatlich
  • den Deckel von 1 % für Mieterhöhungen der Bauverein AG auf die ortsübliche Vergleichsmiete über den 31.12.2024 hinaus beizubehalten und auf alle Einkommensgruppen zu erweitern

Wir sind gespannt auf die Reaktion und werden darüber berichten.

Mutter und Tochter mit Schild "Suchen günstige 2-Zimmer-Wohnjng"

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